Anwendungsbereich der forensischen Linguistik

Die forensische Linguistik untersucht inkriminierte geschriebene sprachliche Äußerungen in Hinblick auf ihre Form, ihren Inhalt und den Äußerungszusammenhang. Äußerungen können einzelne Wörter, Sätze oder auch ganze Texte sein und sie können in geschriebener oder in gesprochener Form vorliegen.

Die Fragestellungen an das sprachliche Material sind fallabhängig sehr unterschiedlich.

Schriftliche Äußerungen

Inkriminierte schriftliche Texte sind typischerweise Tatschreiben (Erpresserschreiben, Drohbriefe, Bekennerschreiben oder Schmähschreiben) oder sog. Bezichtigungen (der eigenen Person oder anderer Personen), die in Papierform oder in elektronischer Form vorliegen können. Aber auch jeder andere Text, der juristisch oder ermittlungstechnisch relevant ist, kann Gegenstand einer Analyse sein.

 

Eine forensische Textanalyse soll üblicherweise klären, ob eine bestimmte Person den Text geschrieben haben könnte, oder ob die Aufzeichnungen echt oder gefälscht sind. Ist der Text von Hand geschrieben, kann auch die Handschriftenanalyse zur Identifizierung des Schreibers beitragen.